Martins Frühling

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MartinsFrühlingAnfang Mai 2015 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 70. Mal. Pünktlich zu diesem mehr als denkwürdigen Anlass erscheint Josef Ebners Roman „Martins Frühling“ (VÖ: 27.4.2015).

Das Buch schildert eindringlich die letzten Kriegsmonate im Frühjahr 1945 in einer deutschen Großstadt aus der Sicht eines zehnjährigen Jungen: Die Essensrationen sind knapp, mehrmals täglich zwingt der Fliegeralarm die Menschen in die Keller, die Angst ist ständiger Begleiter. Für Martin und seinen Freund Horsti ist der Krieg aber auch Alltag, fast Abenteuer: Sie streifen durch die Gegend, sammeln Granatsplitter, erkunden Ruinen, lernen einen geheimnisvollen Jugendlichen kennen. Martins Vater wird in Russland vermisst. Als Martin erfährt, dass seine Mutter eine heimliche Affäre mit einem französischen Kriegsgefangenen hat, läuft er davon …

Die Schicksale der Protagonisten stehen exemplarisch für die der Menschen in ganz Deutschland vor 70 Jahren. Doch auch angesichts der aktuellen Ereignisse in der Ukraine und in Syrien hält das Buch der Öffentlichkeit die Brutalität des Krieges schonungslos vor Augen. Bewegend und authentisch spiegelt der Roman das verzweifelte Bemühen wider, in diesen Umständen zu leben und zu überleben – aber auch die Fähigkeit, trotz allem zu lieben und zu hoffen.

„Martins Frühling“ dürfte die erste belletristische Auseinandersetzung sein, die diese Zeit beleuchtet und beruht teils auf autobiographischen Erlebnissen.

Information: www.allitera.de